Gartentipps

Purpurglöckchen / Heuchera (Oktober 2015)

Purpurglöckchen sind Blattschmuckstauden, die es in unzähligen Sorten für die Garten- und Balkonbepflanzung gibt. Sie können als Bodendecker und zur Beetbegrenzung gepflanzt werden oder unter Büschen und Bäumen für farbige Akzente sorgen. Am wirkungsvollsten sind Gruppen von mindestens drei Pflanzen einer Färbung. Im Sommer schweben kleine Blütenglöckchen an langen Rispen über den farbigen Blättern. Idealer Standort ist der Halbschatten mit frischem bis feuchtem Boden (Staunässe vermeiden!). Für sehr schattige Bereiche eignen sich die Sorten mit hellen Blättern am besten, wohingegen die dunkel belaubten Varianten mehr Sonne vertragen. Die Staude ist winterhart, sollte aber mit einer Schicht Kompost vor extremem Kahlfrost geschützt werden. Wer will, kann durch einen Rückschnitt auf 10 cm im Februar einen buschigeren Austrieb fördern.


Einjährige Kletterpflanzen (Juni 2015)

Wer im Garten oder auf dem Balkon gerne etwas Neues ausprobiert, dem seien einjährige Kletterpflanzen empfohlen: Prunk- und Kaiserwinde, Duftwicke, rankende Kapuzinerkresse, Schwarzäugige Susanne, Schönranke und Co.

Mit ihnen kann z.B. ein Gartenzaun, ein Regenabflussrohr oder eine selbstgebaute Kletterhilfe den ganzen Sommer lang geschmückt werden. Großblättrige Arten wie die Glockenrebe oder die Feuerbohne eignen sich auch hervorragend für eine Sichtschutzwand. Viele dieser Pflanzen blühen nicht nur die ganze Saison, sondern duften auch sehr angenehm. 

Weitere Infos zu einjährigen Kletterpflanzen:


Rosenschnitt (Februar 2015)

Die Forsythienblüte zeigt den richtigen Zeitpunkt für den Rosenschnitt an. Zuerst alles abgestorbene und beschädigte Holz entfernen und überalterte Triebe ganz am Boden abschneiden, um den Austrieb aus der Basis zu fördern. Geschnitten wird circa fünf Millimeter schräg oberhalb eines nach außen zeigenden „Auges“. Beet- und Edelrosen können auf drei bis fünf Triebe mit je drei Augen bei schwachen und maximal fünf Augen bei starken Trieben gestutzt werden. Bei öft er blühenden Strauchrosen die letztjährigen Langtriebe nur um ein Drittel kürzen und ältere Verzweigungen auf drei bis fünf Augen.


Der Weihnachtsstern (Dezember 2014)

Es gibt ihn in vielen Größen, Formen und Farben und er gehört für uns zur Adventszeit wie Gutsle und Weihnachtsmarkt: Der Weihnachtsstern. Dabei wird er erst seit ca. 100 Jahren als „Weihnachtsblume“ vermarktet. Die Urform ist ein immergrüner, bis zu 4 Meter hoher Strauch aus den Tropen, dessen Zweige verholzen und nur an den Spitzen die markanten Hochblätter tragen. Ein kräftiges und gesundes „Zimmer-Exemplar“ kann uns über mehrere Jahre Freude machen, wenn es entsprechend gepflegt wird: Die Pflanze warm und hell stellen - nicht direkt über der Heizung- und nur gießen, wenn die Oberfläche der Topferde gut abgetrocknet ist. Im März auf ein Drittel der Höhe zurückschneiden, weiterhin sparsam gießen und ab und zu düngen. Der Trick: Die Kurztagpflanze braucht ab September täglich 12 Stunden Dunkelheit, d.h. am besten regelmäßig mit einem Karton abdecken! Dadurch bilden sich erneut die farbigen Blätter.


Rosen im Herbst (November 2014)

Rosen sind „Alleskönner“ im Garten, was schon an den Gruppennamen für die rund 30.000 Rosensorten ersichtlich ist: Bodendecker-, Beet-, Edel-, Strauch-, Zwerg-, Kletterrosen sowie Wildrosen, Historische Rosen und Moderne Englische Rosen. Die Rosensorten unterscheiden sich nicht nur durch ihren Wuchs, sondern auch durch Blühfreudigkeit, Krankheitsresistenz, Frosthärte sowie Standort- und Pflegeansprüche. Besonders widerstandsfähige Rosensorten erkennt man am ADR-Kennzeichen. Wer eine neue Rose pflanzen will, sollte sich mit der Auswahl Zeit lassen, damit die stachelige Schönheit später auch lange Freude macht! Wenn die Veredelungsstelle bei der Pflanzung 5 cm unter die Erde gesetzt wird, ist dies der beste Winterschutz. Rosen sollten im Herbst so wenig wie möglich geschnitten werden, d.h. es werden nur tote und kranke Pflanzenteile entfernt. Erst im Frühjahr zur Forsythienblüte erfolgt der eigentliche Rosenschnitt. Als Schutz vor strengem Frost werden am Rosenfuß 10-15 cm Erde, evtl. gemischt mit Laub, angehäufelt (keinen Torf verwenden). Bei Hochstammrosen sitzt die Veredelungsstelle direkt unter der Krone und muss dort mit Vlies oder Jute geschützt werden.

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Die kleinen Wilden (Oktober 2014)

Während der Garten langsam erstarrt, können wir mit Blumenzwiebeln schon das nächste Frühlingserwachen vorbereiten. Neben der Vielfalt der kultivierten Tulpen gibt es deren kleinere und bescheidenere Verwandtschaft, die Wildtulpen, die sich von Jahr zu Jahr selbst vermehren. Wichtig ist, die Blätter abwelken zu lassen, damit die Zwiebel Kraft für die nächste Saison hat, d.h. das Laub sollte nicht vor Juni abgemäht werden. Deshalb pflanzt man Wildtulpen ebenso wie Hasenglöckchen (Bluebells), Blausternchen (Scilla), Traubenhyanzinthen (Muscari) oder verwildernde Zierlaucharten am besten am Rand des Rasens (Pflanztiefe = drei-bis vierfacher Zwiebeldurchmesser).

Alle Frühlingsboten gedeihen auch in Gefäßen auf Balkon oder Terrasse. Der Topf sollte mindestens 20 cm Durchmesser haben und bis Frühlingsanfang in einer geschützten Ecke stehen. Wer dabei raffiniert schichtet, z.B. Narzissen/späte Tulpen unten, Hyazinthen/frühe Tulpen darüber und zuletzt Krokusse, Winterlinge, Traubenhyazinthen mit je 5 cm Erde zwischen den Lagen, der hat wochenlang Freude daran.

Die kleinen Wilden
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Herbst im Garten (September 2014)

Wenn die Tage kürzer werden, beginnen im Garten das jährliche Aufräumen. Wir sollten jedoch nicht allzu gründlich „Kehrwoche“ machen, denn Wildfrüchte wie die Hagebutten oder auch vertrocknete Samenstände von Blumen dienen vielen Vögeln als Winterfutter. In abgestorbenen Gras- und Blütenstengeln oder in dichten Stauden können nützliche Insekten überwintern. Ein gemischter Laub- / Reisighaufen am Zaun oder unter einem Busch lädt Igel zum Bleiben ein und Steinhaufen bieten z.B. Eidechsen eine Rückzugsmöglichkeit.

Wer schon an die nächste Gartensaison denkt, kann den Boden auf Brachflächen jetzt durch die Aussaat von Gründüngungspflanzen auf natürliche Art verbessern. Lupinen, Luzerne und Kleearten z.B. reichern in ihren Wurzeln Stickstoff an, der dann im nächsten Frühjahr der Neubepflanzung zur Verfügung steht. Für die Gründüngung gibt es auch fertige Samenmischungen im Handel.

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Insektenhotel (Juli/August 2014)

Jedes Jahr stellt sich die Frage: Wie kommt man den Blattläusen, Milben und anderen Schädlingen im Garten bei? Die Antwort liegt in unseren Gärten selbst, denn nützliche Insekten wie Florfliegen, Schwebfliegen, Schlupfwespen oder Marienkäfer ernähren sich gerne von diesen Schädlingen. Die Florfliegenlarve wird auch „Blattläuselöwe“ genannt, weil sie während ihrer Entwicklung hunderte Läuse vertilgt. Leider wird es für diese Nützlinge immer schwerer, einen geeigneten Ort zum Nisten und Überwintern zu finden. Man kann den Helfern eine Unterkunft in Form eines „Insektenhotels“ anbieten und dies selbst zusammenbauen.

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Nahrung für Bienen (Juni 2014)

Für ein Glas Honig muss eine Honigbiene zirka 50.000 Flüge unternehmen und dabei mindestens 2,5 Kilogramm Nektar sammeln. Ab Juli nimmt das Blütenangebot jedoch rapide ab und die Tiere hungern oft. Sehr dankbar sind sie nun für spezielle Bienenweide-Pflanzen wie zum Beispiel Phacelia, das Büschelschön, Katzenminze, Klatschmohn, Kornblumen, Sonnenhut und viele Kleearten. Es gibt Bienenweide auch als fertige Saatgutmischungen. Ebenso gerne werden Kräuter wie Borretsch, Oregano, Salbei, Thymian angeflogen. Es kann also jeder, der Lust hat, im Garten oder auf dem Balkon ein »Insektenbuffet« anbieten und damit das Nahrungsangebot für die fleißigen Flieger erhöhen.

Nahrung für Bienen
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